Sterbegeld oder Bestattungsvorsorge?
Sterbegeldoder Bestattungsvorsorge - Wie macht man es richtig?
„Der Tod geht mich eigentlich nichts an. Denn wenn er ist, bin ich nicht mehr, und solange ich bin, ist er nicht.“, so hielt es jedenfalls Epikur, ein griechischer Philosoph.
Trotzdem hat sich in zivilisierten Kreisen die Sitte eingebürgert, in gewisser Weise für seinen letzten Gang Vorsorge zu treffen.
Im Versicherungsbereich haben sich dafür neben Risiko-Lebensversicherungen die Sterbegeldversicherung und die Bestattungsvorsorge etabliert.
Der Unterschied ist ganz leicht erklärt: Das Sterbegeld garantiert eine bestimmte Geldmenge, die Bestattungsvorsorge eine Sachleistung. Da beide Angebote etwa gleich teuer sind, entscheiden sich viele Kunden für das Sterbegeld. Mit dessen Auszahlbetrag können die Hinterbliebenen machen, was sie wollen. Möglicherweise bleibt neben der eigentlichen Trauerfeier und Bestattung noch ein gewisser Geldbetrag für den „Leichenschmaus“ übrig ...
Bei der Bestattungsvorsorge wird heute schon (durch die Versicherungsgesellschaft) ein Bestattungsunternehmen beauftragt, die Trauerfeier auszurichten.
Die Versicherungsleistung deckt die Kosten dafür ab – egal ob sich die Kosten z.B. von den heute veranschlagten 5.000 Euro bis zum Zeitpunkt des Todes in vielleicht 25 Jahren auf 15.000 Euro erhöht haben.
Und solche Preisexplosionen sind durchaus nicht ausgeschlossen. Denken Sie nur daran, welches Monatseinkommen ein Haushalt noch in den 70er Jahren hatte. Heute hat sich das verfünffacht und mit den damaligen Bezügen könnte heute keiner mehr leben.
Meine Meinung: Die Bestattungsvorsorge entspricht mehr dem Ansinnen des Versicherten, eine würdige Bestattung zu erhalten.
Das Sterbegeld wird vom Kunden gern abgeschlossen, erscheint mir aber als nicht so ideal, insbesondere, wenn man davon ausgeht, dass die Lebenserwartung ständig steigt und die Inflation somit auch länger am Geldwert zehrt.
Aber: Der Kunde ist König und in seiner Entscheidung frei!
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Autor: Frank Ulbricht
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Aktualisiert (Sonntag, den 16. Januar 2011 um 20:13 Uhr)







