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Ein beruhigendes Gefühl
Den Tatsachen ins Auge zu sehen bedeutet
vorbereitet zu sein. Zum einen beruhigt es, wenn alles
geregelt ist und wenn der oder die Hinterbliebenen sich um
möglichst wenig kümmern müssen. Zum anderen hat man dann
selbst die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, wie sich der
letzte Weg einmal gestalten soll.
Wie man es mit der Organisation seines letzten Ganges hält,
ist natürlich jedem selbst überlassen. Es gibt bundesweit
tätige professionelle Anbieter, die sich wirklich um jedes
Detail kümmern und es gibt lokale Anbieter, die vielleicht
etwas persönlicher arbeiten, aber eben nur auf eng
begrenzter lokaler Ebene.
Unabhängig davon sind aber immer die gleichen Fragen zu
klären:
Wer im Todesfall zu benachrichtigen ist
Bei einem Sterbefall zu Hause
Sofort Hausarzt benachrichtigen!
Der Arzt stellt den Tod fest und händigt den Angehörigen
eine offizielle Bescheinigung aus - den Totenschein.
Falls der Hausarzt nicht erreichbar ist, ist der ärztliche
Notdienst zu verständigen!
Notieren Sie die Rufnummern von Hausarzt und Notdienst!
Bei einem Sterbefall im Krankenhaus oder Seniorenheim
Tritt der Tod im Pflegeheim oder im Krankenhaus ein, leitet
die dortige Verwaltung das Notwendige in die Wege.
Wichtig ist, dass Heim oder Klinik über die Verfügungen des
Verstorbenen informiert sein sollten.
Bei einem Sterbefall auf öffentlichem Gelände
Tritt der Tod auf öffentlichen Straßen oder Plätzen ein,
kümmern sich die zuständigen Behörden um den Verstorbenen
und benachrichtigen die Angehörigen.
Welche Unterlagen im Trauerfall benötigt werden
Die folgenden Unterlagen
werden von den verschiedensten Stellen benötigt:
Geburtsurkunde (bei Ledigen)
Stammbuch
Heiratsurkunde oder Familienbuch
ggf. Sterbeurkunde des Ehepartners
ggf. Scheidungsurteil
Personalausweis und/oder Pass
Krankenkassenunterlagen
Lebensversicherungspolicen
Rentenunterlagen und Rentenversicherungs-Nr.
Testament und weitere Verfügungen
Liste der zu verständigenden Angehörigen, Freunden und
Kollegen
Legen
Sie sich einen Ordner an, der alle Dokumente (zumindest in
Kopie) enthält. Natürlich ist auch ein elektronisches
Verzeichnis möglich, wenn man deren Lesbarkeit und
Verfügbarkeit ggf. über viele Jahre sicherstellen kann.
Wer muss im Todesfall informiert werden?
Denken Sie an alle möglichen Stellen, wo vertragliche Beziehungen
bestanden haben könnten. Nicht alle müssen automatisch
informiert werden.
Krankenkasse
Deutsche Rentenversicherung
Bank bzw. Sparkasse und Kreditgeber
Versicherungsgesellschaften
Arbeitgeber
Betriebliche Altersvorsorge
Versorgungsamt
Zeitungsverlage, Abonnements
Vereine, Verbände
Vermieter
Telefongesellschaft, Webhoster, Kommunikations-Services
Steuerberater, Finanzamt
GEZ
Lottogesellschaft, Aktion Mensch etc.
Als Anhaltspunkt sollte man die Kontoauszüge eines Jahres
kontrollieren, um mögliche Vertragsbeziehungen zu
identifizieren.
Welche Bestattungsarten sind möglich?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei
Bestattungsarten: der Erd- , der Feuer- und der
Seebestattung. Bei der Wahl der Bestattungsart spielen
persönliche Überzeugung, Religion sowie Lebenseinstellung
neben finanziellen Erwägungen die entscheidende Rolle.
Erdbestattung
Der Sarg wird nach der Trauerfeier auf einem Friedhof in
einem Grab beigesetzt. Unterschieden werden die Gräber nach
Reihen- und Wahlgräbern. Eine Grabstelle wird in der Regel
auf dem Friedhof des Ortes erworben, in dem der Verstorbene
seinen festen Wohnsitz hatte.
Wahlgrab
Ein Wahlgrab, z. B. Doppel- oder Familiengrab, ist
individuell und wird vom Betroffenen oder den Angehörigen
ausgewählt. Je nach Art können mehrere Beisetzungen in einer
Grabstelle vorgenommen werden. Grabpflege und Grabstein
fallen bei einem Wahlgrab bei mehreren Beisetzungen nur
einmal an. Falls bereits ein Grab vorhanden ist, müssen die
Verwendbarkeit überprüft und die Zustimmung des
Nutzungsberechtigten eingeholt werden.
Reihengrab
Ein Reihengrab wird vom Friedhof zugeteilt – eine
individuelle Auswahl ist daher nicht möglich. In einem
Reihengrab darf jeweils nur ein Verstorbener beigesetzt
werden. Es ist im Normalfall günstiger als ein Wahlgrab.
Anonyme Erdbestattung
Diese findet in einem nicht individuell gekennzeichneten
Gräberfeld statt. Eine Sonderform ohne individuelle
Grabstelle ist auch das Rasen-Reihengrab mit Liegestein.
Feuerbestattung
Grundsätzlich wird auch für jede Feuerbestattung ein Sarg
benötigt. Dieser wird in der Regel nach der Trauerfeier zum
Krematorium überführt.
Urnenwahlgrab
Ein Urnenwahlgrab, z. B. Doppel- oder Familiengrab, ist
individuell und wird vom Betroffenen oder den Angehörigen
ausgewählt. Je nach Art können mehrere Beisetzungen in einer
Grabstelle vorgenommen werden.
Urnenreihengrab
Ein solches wird vom Friedhof zugeteilt, nur jeweils ein
Verstorbener darf beigesetzt werden.
Anonyme Feuerbestattung
Wer kein eigenes Grab möchte, kann die anonyme Beisetzung in
einer Gemeinschaftsgrabanlage oder einem Urnenhain ohne
genaue Kennzeichnung der Grabstelle auswählen. Eine
Trauerfeier ist hier wie bei allen anderen Bestattungsarten
möglich. Mancherorts kann die Asche des Verstorbenen auch
verstreut werden. Die völlige Anonymität dieser Bestattungen
führt jedoch häufig zu Problemen bei der Trauerbewältigung,
da eine spätere Gedenkstätte fehlt.
Seebestattung
Bei einer Seebestattung wird die Urne im Meer beigesetzt.
Dazu fährt ein Schiff auf die offene See hinaus und übergibt
die Urne außerhalb der Drei-Meilen-Zone dem Meer. Die
Angehörigen können der Zeremonie beiwohnen.
Kennen Sie schon den FriedWald?
FriedWald - Die Bestattung in der Natur
Das ist die natürliche
Initiative zur bislang gewohnten Form der letzten Ruhe.
Ungewöhnlicher, aber in jeder Beziehung würdevoll. Die
besondere Athmosphäre eines FriedWaldes ist Balsam für die
Seele und bietet Angehörigen viele ganz eigene, ganz private
Möglichkeiten zu trauern.
FriedWälder sind große, natürlich gewachsene Eichenwälder
oder lichte Mischwälder, wie Sie sie in Ihren Spaziergängen
lieben. FriedWälder liegen in den schönsten Waldregionen
Deutschlands. Es sind Wälder mit kleinen Wasserläufen oder
Seen, leicht hügelige oder flach ausgedehnte Waldflächen.
Das FriedWald-Konzept bietet Ruhestätten für eine
Einzelperson, eine Familie oder einen Freundeskreis von bis
zu zehn Personen und bis zu 99 Jahren.
Hier erfahren Sie mehr über dieses einzigartige Konzept:
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Wie das Andenken bewahrt wird
Vor der Beisetzung
Der Verstorbene wird durch fachkundige Mitarbeiter des
Bestatters vom Sterbeort abgeholt, dann meist im
Bestattungshaus eingebettet und später zum Friedhof
überführt. Es besteht außerdem die Möglichkeit, dass sich
die Angehörigen und Freunde von dem Verstorbenen noch einmal
in aller Ruhe verabschieden können.
In diesen Tagen werden üblicherweise auch die
Trauerdrucksachen verschickt und eine Anzeige in die Zeitung
gesetzt, damit Verwandte und Freunde über den Termin der
Trauerfeier informiert sind. Der Text und die Gestaltung der
Drucksachen und der Zeitungsanzeige können ebenfalls vorab
festgelegt werden, ebenso, an wen die Trauerdrucksachen
verschickt werden.
Gestaltung der Trauerfeier
Die Trauerfeier selbst kann entweder am Sarg stattfinden,
oder – bei einer Feuerbestattung – auch an der Urne. In der
Regel wird vor und nach der Ansprache eines Geistlichen oder
eines weltlichen Redners ein Musikstück gespielt. Das
gebräuchlichste Musikinstrument hierbei ist die Orgel –
beliebt sind aber auch Trompete, Cello oder ein Sänger.
Die Atmosphäre der Trauerfeier wird unter anderem durch die
ausgewählten Blumen und Kränze bestimmt. Die Auswahl der
Blumen richtet sich dabei nach persönlichem Geschmack und
jahreszeitlichen Gegebenheiten.
Bei einer Erdbestattung geht die Trauergemeinde nach der
Trauerfeier zum Grab. Dort nimmt man von dem Verstorbenen
Abschied und wirft als symbolische Geste drei kleine
Schaufeln Erde oder einen kleinen Blumenstrauß in das Grab.
Das offene Grab wird von Friedhofsgärtnern geschlossen,
sobald sich die Trauergemeinde entfernt hat.
Bei der Feuerbestattung verabschiedet sich die
Trauergemeinde in der Regel in der Feierhalle von dem
Verstorbenen. Anschließend wird der Sarg ins Krematorium
überführt. Je nach Region kann die Urne auch einige Zeit
nach der Abschiednahme beigesetzt werden. Auch dabei kann,
ähnlich wie bei der Erdbestattung, eine Verabschiedung mit
Feier vorgenommen werden.
Seebestattung wird gewünscht von und für Menschen mit
besonderer Verbundenheit zum Meer. Die Angehörigen können an
dieser Zeremonie teilnehmen und erhalten eine Seekarte und
eine Urkunde mit den genauen Koordinaten des
Beisetzungsortes.
Grabmal
Ein Grabmal ist eine Gedenkstätte für die Lebenden und die
Erinnerung und die Erinnerung an den Verstorbenen.
Grundsätzlich kann auf jedem Wahl- und Reihengrab ein
Grabmal aufgestellt werden. Allerdings ist dabei immer die
entsprechende Friedhofsordnung zu beachten.
Bei der Auswahl des Grabmals empfiehlt sich der Rat eines
Experten, weil für diese Festlegung detailierte Sachkenntnis
erforderlich ist:
- Art des Grabmals (Grabstein, Eisen- oder Holzkreuz)
- Form, Farbe, Beschaffenheit
- Größe, Position (stehend oder liegend)
- Inschrift
- Preis
Grabpflege
Nach einigen Wochen oder Monaten muss das Grab gärtnerisch
angelegt werden, bei einer Urnenbeisetzung kann dies auch
sofort erfolgen. Falls niemand in der Lage oder gewillt ist,
das Grab danach über die Jahre zu pflegen, sollte eine
Grabpflege sichergestellt werden. Dies geschieht in aller
Regel durch die Hinterbliebenen selbst oder über einen
Dauer-Grabpflegevertrag mit einer geeigneten Gärtnerei.
Was weiterhin bedacht werden sollte
- Ist eine Traueranzeige gewünscht?
- Wo soll diese ggf. erscheinen?
- An wen sollen Trauerkarten bzw. -Briefe verschickt werden?
- Wer soll die Trauerrede halten?
- Welche Musikbegleitung wird gewünscht?
- Weitere
individuelle Wünsche/Festlegungen?
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