Tagesgeld
Tages- und Festgelder
Die Klassiker sind – wie eingangs schon erwähnt - Tages- und Festgeld-Anlagen. Diese sind sofort oder relativ kurzfristig verfügbar und man kann schnell auf veränderte Zinshöhen reagieren.
Ratsam ist es dabei, sich einen Überblick über den Markt zu verschaffen und ein Angebot zu nutzen, was leicht umsetzbar ist. So wäre es unsinnig, für ein Prozent mehr Zinssatz über ein halbes Jahr extra ein neues Konto zu eröffnen. Wer z.B. noch nie an einem Computer gearbeitet hat, ist wohl besser mit dem Angebot einer regionalen Bank oder Sparkasse bedient.
„Bedient sein“ kann man durchaus auch anders verstehen – immer dann, wenn Sparkassen, Banken oder Versicherungsvertreter den Senioren Angebote unterjubeln, die eher an Betrug oder Graumarkt erinnern, als an eine seriöse Geldanlage. Ein Bausparvertrag als Geldanlage für den seit zig Jahren überzeugten Bausparer kann da wohl noch durchgehen.
Manche Zertifikate, die nicht mal der Banker selbst versteht, geschweige denn, die er dem Kunden erklären kann, sind als Geldanlagemöglichkeit für Senioren regelrecht ungeeignet.
Wissen Sie, was ein Sparbuch-Zertifikat ist?
Seinen Sie froh, wenn Sie es nicht wissen!
Ein Sparbuch-Zertifikat ist ein Sparbuch mit allen Vorteilen (Einlagensicherung, gesetzliche Kündigungsfrist, garantiertem Zinssatz usw.) und einem dazugehörigen Zertifikat (Zettel), wo der Kunde zwar höhere Zinsen in Aussicht gestellt bekommt, jedoch keine Verfügungsmöglichkeiten über sein Geld erhält und die Einlagensicherung wieder negiert wird. Fragen Sie nicht, in wie vielen Seniorenhaushalten so ein „Sparbuch“ vorhanden ist ...
Und so kommt die folgende Empfehlung wohl nicht unerwartet: Vorsicht vor allen abhängigen „Beratern“ und Verkäufern! Dies gilt sowohl für angestellte Bankberater als auch selbständige, aber abhängige Versicherungsvertreter. Diese Menschen arbeiten auf Anweisung und können über ihre Angebote nicht frei entscheiden. Wenn „Not am Manne ist“, müssen da schon mal einige Senioren herhalten, um die Umsatzbilanz des Bankberaters gerade zu rücken.
Vielleicht ist es Ihnen auch schon passiert, dass der oder die Schalterangestellte Ihnen mit leiser Stimme angedeutet hat, dass es „der Chef gar nicht so gerne sieht, dass Sie Ihr Tagesgeld bei der XYZ-Bank haben, und man könne da sicher ähnliche Konditionen bei nur fünf Jahren Zinsbindung“ anbieten. Und warum mit leiser Stimme? Nun, vielleicht ist es ihm/ihr selbst peinlich, Sie so überrumpeln zu müssen.
Daher noch einmal meine Warnung: Sie haben Lebenserfahrung genug, um solche Machenschaften zu durchschauen!
Wenn Ihnen Ihre Hausbank in Bezug auf Anlageangebote zu penetrant wird – wechseln Sie!
Ihre Sparkasse oder Bank weiß ALLES über Sie, von der Höhe des Einkommens oder der Rente, über Ihre Versicherungsbeiträge bis hin zu Ihren Umsätzen bei Discountern oder Versandhäusern. Lassen Sie nicht zu, dass Sie mit diesem Wissen in Abhängigkeit geraten oder gar unter Druck gesetzt werden!
Aktualisiert (Sonntag, den 16. Januar 2011 um 19:39 Uhr)







