|
Geldanlage im Alter
Wie
Sie Ihr erspartes Geld sicher anlegen
Wie gestaltet sich die ideale Geldanlage für
Senioren?
Eine schwere Frage!
Natürlich empfehlen wir Ihnen
festverzinsliche Anlagen, wie Festgelder. Auch Tagesgelder
sind geeignet, da dort die Zinsen meist nur geringfügig
niedriger sind und Sie sich bei Bekanntgabe einer
Zinssenkung immer noch anderweitig entscheiden können.
Bedenken Sie aber: Tages- und Festgelder sind
GELD-Anlagen im Sinne von Papiergeld, welches voll der
Inflation ausgesetzt ist. Es handelt sich dabei nicht um
Sachwerte. Papiergeld funktioniert solange, wie das
Vertrauen zwischen den Marktteilnehmern besteht, dass es
auch eingelöst wird. Oder würden Sie irgendeinen Geldsschein
annehmen, wenn bekannt würde, dass dieser morgen wertlos
würde?
Also sollte man durchaus an eine Anlage in
SACH-Werten denken, also Immobilien, Edelmetalle,
Kunstgegenständen und ... Aktien und Aktienfonds.
_______________________________________
Aktien als Anlagemöglichkeit?
In heutigen Zeiten Aktienfonds oder gar
Aktien zu empfehlen, erscheint widersinnig.
Während jegliche Fondsanlagen tatsächlich für Senioren nicht
zu empfehlen sind, ist es die reine Aktienanlage aber in
gewisser Hinsicht doch.
Ein Widerspruch?
Nicht, wenn man länger darüber nachdenkt!
Bei Investmentfonds-Anlagen geht man ständig
von einer längeren Laufzeit aus. So ist es üblich, zu einer
mindestens zehnjährigen Anlagedauer zu raten. Es kann sein,
dass das Anlageziel schon früher erreicht wird – dies ist
aber keineswegs sicher, wie die jüngere Vergangenheit zeigt.
Wer vor zehn Jahren, also etwa um die Jahrtausendwende
herum, Aktien(fonds) gekauft hat, ist möglicherweise noch
heute im Minus.
Bei reinen Aktienkäufen kann es ähnlich
aussehen, muss aber nicht! Im Gegenteil – viele
Aktienanlagen haben ihren Besitzern große Freude bereitet.
Dieser scheinbare Widerspruch ist leicht
erklärt:
Während sich Aktienfonds-Käufer praktisch immer auf das
Fonds-Management verlassen müssen und diesem regelrecht
ausgeliefert sind, werden die meisten Aktienkäufe direkt
abgewickelt – durch den Kunden in Eigenregie. Dies
verursacht sehr niedrige Kosten und praktisch keinen
Verwaltungsaufwand. Mit fünf bis zehn Euro
Transaktionsgebühren ist ein durchschnittlicher Aktienkauf
belastet und ansonsten nur durch den Zeitaufwand des
Käufers. Und Zeit haben (zumindest manche) Senioren. Die
brauchen sie dann auch für die Recherche und Beobachtung
ihrer Aktienanlagen. Und wer rein zufällig oder infolge
intensiver Recherchen den „richtigen Riecher“ hatte, kann
sich nicht selten über Renditen von 50 oder gar 100% im Jahr
freuen. Das Verlustrisiko hingegen ist fast ausgeschlossen –
wenn man „seine“ Aktien immer im Blick hat und die stop-loss–orders
richtig gesetzt hat.
Der wichtigste Vorteil aber: Aktien sind
börsentäglich verfügbar. Natürlich nur dann, wenn Sie solche
gewählt haben, die auch täglich in einigermaßen hohen
Stückzahlen gehandelt werden. Das ist bei den meisten
Standardaktien, vorwiegend Aktien, die einem Index
angehören, der Fall. Innerhalb kurzer Zeit, je nach
Liquidität des Marktes nur wenigen Minuten, haben Sie Ihre
Aktien wieder zu Geld gemacht. Vergleichen Sie das mal mit
einer Fondsanlage, wo man meist erst Wochen später erfährt,
zu welchem Kurs man eigentlich gekauft hat ...
Aktienkäufe sind gar nicht so schwer.
Probieren Sie es aus!
Sie benötigen ein Konto, welches online, also über das
Internet, händelbar ist – mehr nicht!
Na gut, Sie brauchen etwas Zeit – vielleicht
zehn Minuten am Tag. Dies aber dann möglichst jeden Tag –
schließlich wollen Sie ja Gewinne und keine Verluste
einfahren. Da sollten Sie Ihre Anlagen jeden Tag im Blick
haben – auch wenn Sie im Urlaub sind!
Was hindert Sie aber daran, sich mit Freunden
oder Bekannten zusammenzutun? Heute schauen Sie mal nach den
Kursen, morgen tut es ein Freund. So sind schon richtige
Aktienklubs geboren worden.
Aktienanlagen sind einfach händelbar! Steigen
die Kurse, schaut man zu, fallen sie, sind Maßnahmen
erforderlich.
Ist eine bestimmte „Schmerzgrenze“ erreicht, z.B. ein
Verlust von 10% des eingesetzten Kapitals, muss man eine
Entscheidung treffen. Jetzt ist Konsequenz angesagt! Mit
einer „Hoffnung auf Besserung“ begann schon so manche
langwierige Verlustphase.
Im Gegensatz zur Fondsanlage halten
Aktienanleger die Geschicke in den eigenen Händen und müssen
sich nicht auf Fremde verlassen, die zudem hohe Kosten
verursachen können.
Natürlich muss vorstehende Empfehlung etwas
konkretisiert werden: Während im Alter 65 ein Aktienkauf
sicher kein Problem darstellt, dürfte das mit 95 oder 105
Jahren gänzlich unpassend sein.
Jedes Alter hat seine Anlagen! Im
Methusalem-Alter aber keinesfalls Aktien und erst recht
nicht Aktienfonds!
Die Formel für die richtige Aktienquote
lautet normalerweise „100 minus Lebensalter“. Ein
70-Jähriger darf demnach rund 30% seines Vermögens in Aktien
halten. Das ist gar nicht so wenig, wenn man das
Gesamtvermögen, bestehend aus Geld-, Immobilien- und
Sachwerten, berücksichtigt!
Welche Anlagemöglichkeiten gibt es außerdem
für die Generation der Senioren?
_______________________________________
Tages- und Festgelder
Die Klassiker sind – wie eingangs schon
erwähnt - Tages- und Festgeld-Anlagen. Diese sind sofort
oder relativ kurzfristig verfügbar und man kann schnell auf
veränderte Zinshöhen reagieren.
Ratsam ist es dabei, sich einen Überblick
über den Markt zu verschaffen und ein Angebot zu nutzen, was
leicht umsetzbar ist. So wäre es unsinnig, für ein Prozent
mehr Zinssatz über ein halbes Jahr extra ein neues Konto zu
eröffnen. Wer z.B. noch nie an einem Computer gearbeitet
hat, ist wohl besser mit dem Angebot einer regionalen Bank
oder Sparkasse bedient.
„Bedient sein“ kann man durchaus auch anders
verstehen – immer dann, wenn Sparkassen, Banken oder
Versicherungsvertreter den Senioren Angebote unterjubeln,
die eher an Betrug oder Graumarkt erinnern, als an eine
seriöse Geldanlage. Ein Bausparvertrag als Geldanlage für
den seit zig Jahren überzeugten Bausparer kann da wohl noch
durchgehen.
Manche Zertifikate, die nicht mal der Banker selbst
versteht, geschweige denn, die er dem Kunden erklären kann,
sind als Geldanlagemöglichkeit für Senioren regelrecht
ungeeignet.
Wissen Sie, was ein Sparbuch-Zertifikat ist?
Seinen Sie froh, wenn Sie es nicht wissen!
Ein Sparbuch-Zertifikat ist ein Sparbuch mit allen Vorteilen
(Einlagensicherung, gesetzliche Kündigungsfrist,
garantiertem Zinssatz usw.) und einem dazugehörigen
Zertifikat (Zettel), wo der Kunde zwar höhere Zinsen in
Aussicht gestellt bekommt, jedoch keine
Verfügungsmöglichkeiten über sein Geld erhält und die
Einlagensicherung wieder negiert wird. Fragen Sie nicht, in
wie vielen Seniorenhaushalten so ein „Sparbuch“ vorhanden
ist ...
Und so kommt die folgende Empfehlung wohl
nicht unerwartet: Vorsicht vor allen abhängigen „Beratern“
und Verkäufern! Dies gilt sowohl für angestellte Bankberater
als auch selbständige, aber abhängige
Versicherungsvertreter. Diese Menschen arbeiten auf
Anweisung und können über ihre Angebote nicht frei
entscheiden. Wenn „Not am Manne ist“, müssen da schon mal
einige Senioren herhalten, um die Umsatzbilanz des
Bankberaters gerade zu rücken.
Vielleicht ist es Ihnen auch schon passiert,
dass der oder die Schalterangestellte Ihnen mit leiser
Stimme angedeutet hat, dass es „der Chef gar nicht so gerne
sieht, dass Sie Ihr Tagesgeld bei der XYZ-Bank haben, und
man könne da sicher ähnliche Konditionen bei nur fünf Jahren
Zinsbindung“ anbieten. Und warum mit leiser Stimme? Nun,
vielleicht ist es ihm/ihr selbst peinlich, Sie so
überrumpeln zu müssen.
Daher noch einmal meine Warnung: Sie haben
Lebenserfahrung genug, um solche Machenschaften zu
durchschauen!
Wenn Ihnen Ihre Hausbank in Bezug auf
Anlageangebote zu penetrant wird – wechseln Sie!
Ihre Sparkasse oder Bank weiß ALLES über Sie,
von der Höhe des Einkommens oder der Rente, über Ihre
Versicherungsbeiträge bis hin zu Ihren Umsätzen bei
Discountern oder Versandhäusern. Lassen Sie nicht zu, dass
Sie mit diesem Wissen in Abhängigkeit geraten oder gar unter
Druck gesetzt werden!
Unser Angebot: Das kostenlose Konto einer
bekannten Bank mit kostenloser VISA-Karte und kostenloser
EC-Karte (ggf. mit natürlich ebenfalls kostenlosen
Partner-Karten) und einem hohen Zinssatz. Dieses Konto wird
über das Internet geführt, aber Sie erhalten weltweit an
allen Geldautomaten Bargeldauszahlungen kostenfrei!
Weitere Infos dazu finden Sie im Anhang oder
fragen Sie einfach Ihren Berater!
www.suega.de/konto.htm
_______________________________________
Versicherungen als Geldanlage für Senioren?
Das Thema Versicherungen wird an anderer
Stelle ausführlich behandelt. Deshalb sei hier darauf nur
ganz kurz eingegangen:
Eine Sterbegeldversicherung ist keine
Geldanlage, sondern eine Risikoabsicherung. Wer nicht
genügend liquide Mittel für den Fall des eigenen Ablebens
angespart hat, ist mit solch einer „Sparanlage“ gut beraten.
Wenn man entsprechend hohe Guthaben hat, ist die Sterbegeld-
oder Bestattungsvorsorge-Versicherung unsinnig.
Sämtliche anderen Versicherungs-Neuabschlüsse
oberhalb dem Alter 65 dürften generell unpassend sein,
selbstverständlich mit Ausnahme von Sach- und
Haftpflichtversicherungen bzw. der Optimierung vorhandener
Verträge.
Geldanlage in Sachwerte
Eine sehr verbreitete Geldanlagemöglichkeit
(zumindest in etwas vermögenderen Haushalten) sind
Sach-Wertanlagen in
- Kunstgegenstände
- Immobilien
- Edelmetalle
- persönliche Hobbys
Wer „mehr“ Geld zur Anlage verfügbar hat,
wird ganz automatisch auch in solche Kategorien investieren.
Insbesondere letzterer Punkt erscheint
erklärungsbedürftig. An anderer Stelle wurde bereits auf die
Wertigkeit von Hobbys als Freizeitgestaltung von Senioren
hingewiesen.
Unstrittig ist ja, dass manche Hobbys sehr
hohe finanzielle Mittel erfordern. Manchmal ist erst im
Alter das nötige Geld und vor allem die nötige Zeit
vorhanden, „seinem“ Hobby nachzugehen. Tut man dies sehr
intensiv, so kann dies durchaus eine wahre Geldanlage sein.
Eine, die im Laufe der Jahre einen hohen Wert entwickelt!
Denken Sie beispielsweise an die Münz- oder
Briefmarkensammlung, aber auch an im Laufe eines Lebens
aufgenommene Fotografien und Sammlungen zur Heimatgeschichte
oder professionell entstandene Malereien oder Grafiken.
Sie wollen mehr zu diesem Thema wissen?
Senden Sie uns eine eMail oder rufen Sie uns
an! Die Kontaktdaten für diesen Beitrag lauten:
Autor: Frank Ulbricht
eMail:
frank.ulbricht@web.de
Tel.: 03771/33257 oder 0171/8943900
_______________________________________
|